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Berlin (pressrelations) - Internationale Parlamentarierguppe fordert Schließung Guantánamos
Zum Auftakt der Gespraeche mit der US-Administration ueber das Lager in Guantánamo erklaert der Sprecher fuer Menschenrechte und humanitaere Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Straesser:
Das Gefangenenlager in Guantánamo auf Kuba muss endlich geschlossen werden. Diese Forderung werden wir in einer internationalen Parlamentariergruppe in Washington bei ihren Gespraechen mit Vertretern von Senat, Repraesentantenhaus und Regierung vortragen. Auch ueber Auslieferungsfluege und Geheimgefaengnisse soll gesprochen werden.
Die von Amnesty International organisierte Reise findet zu einem Zeitpunkt statt, in der die menschenverachtenden Verhoermethoden in Guantánamo erneut ins Bewusstsein gerufen werden: In seinem viel beachteten Buch 'Torture Team' beschreibt der britische Juraprofesseor Philippe Sands eindruecklich die von hoechster Stelle angeordnete systematische Folter von Haeftlingen.
Selbst die engsten Verbuendeten der USA im Anti-Terror-Kampf haben sich mittlerweile der weltweiten Koalition der Kritiker des Lagers angeschlossen. Eine Aufloesung des Lagers ist jedoch anscheinend nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die USA 'verbessern' die Rahmenbedingungen der Unterbringung und errichten Gebaeude fuer fragwuerdige Militaertribunale.
Amnesty International hat eine internationale Unterschriftenaktion von Parlamentariern gegen das Gefangenenlager initiiert und am 11. Januar 2008, dem 6. Jahrestag der Eroeffnung von Guantánamo, dem amerikanischen Kongress eine Erklaerung mit ueber 1.200 Unterschriften von Parlamentariern uebergeben. Die Forderungen der Erklaerung werden von der Parlamentariergruppe jetzt auch persoenlich vorgebracht.
2008 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de |
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