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Postbank: Unterwegs mit Bargeld, Plastikkarte und co. Reisezahlungsmittel im Überblick und Tipps für die Urlaubskasse Die Koffer sind gepackt, die Tickets liegen bereit und Reisefieber stellt sich ein. Reisen ist noch immer des Deutschen liebstes Hobby. Und: Es ist ihm lieb und teuer. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank haben deutsche Urlauber und Geschäftsreisende im Jahr 2005 rund 58,8 Milliarden Euro im Ausland ausgegeben. Das sind gut drei Prozent mehr als 2004. Auf dem ersten Platz der Reiseziele liegt Spanien. Hier haben die Deutschen sieben Milliarden Euro gelassen. Österreich bekam 6,4 Milliarden Euro aus der großen Reisekasse, gefolgt von Italien mit 5,4 Milliarden Euro. Der große Gewinner auf der Hitliste war die Türkei mit einem Zuwachs von 14,1 Prozent, gefolgt von der Reiseregion Asien mit einem Plus von 13,2 Prozent und den Niederlanden mit einem Anstieg von 12,6 Prozent. Auch Polen konnte einen beachtlichen Zuwachs von 9,7 Prozent aufweisen. Es gab aber auch Verlierer wie Frankreich mit einem Minus von 4,4 Prozent. In Österreich gaben die Deutschen 4,2 Prozent und in den USA 3,6 Prozent weniger Geld aus. Eine gute Reise beginnt mit guter Vorbereitung Nicht nur die richtige Auswahl der Kleidung oder der Reiseapotheke spielen bei der Vorbereitung der Ferien eine Rolle. Wichtig für die Reise ist - ganz egal ob Karibikurlaub, Städtetrip oder Geschäftsreise - die richtige Planung der Urlaubsbörse. Drei Punkte sollte man dabei auf jeden Fall berücksichtigen: 1. Das Zahlungsmittel muss problemlos akzeptiert werden. 2. Es muss sicher sein. 3. Es sollte möglichst keine zusätzlichen Kosten verursachen. Als weitere Faustregel gilt: Mitnehmen sollte man mindestens zwei verschiedene Zahlungsmittel, um auch bei unvorhergesehenen Ereignissen liquide zu bleiben. Denn: Ganz ohne Geld sieht man im Urlaub alt aus. Das erlebt derjenige fern der Heimat, der plötzlich durch Diebstahl oder Verlust des Portemonnaies keine finanziellen Reserven mehr hat. Hektik breitet sich aus und der Urlauber muss sich mit ungewollten Fragen beschäftigen: Wie lautet die Sperrnummer meiner Maestro-Karte, wie erreiche ich meine Bank, wie komme ich jetzt an Geld etc.? Die Reisezahlungsmittel im Überblick 1. Bargeld 2. Bank- oder Maestro-Karte 3. Kreditkarten 4. Reiseschecks 5. Traveler Cheques Card 6. SparCard 7. Für den Notfall: Bargeld-Transfer 1. Bargeld Ein kleiner Handbestand an Bargeld gehört in jedes Urlaubsportemonnaie. Doch mehr als umgerechnet ein- oder zweihundert Euro sollten es auf keinen Fall sein, denn von allen Reisezahlungsmitteln ist Bargeld das unsicherste. Wird es gestohlen oder geht es verloren, gibt es dafür keinen Ersatz. 2. Die Basis der Reisekasse: Maestro-Karte Die Maestro-Karte, Nachfolger der ec-Karte, bleibt das wichtigste Zahlungsmittel im Urlaub. Mehr als 4,8 Millionen Geschäfte in Europa und 9,8 Millionen Akzeptanzstellen weltweit haben die für das Bezahlen mit der Maestro-Karte erforderlichen Terminals eingerichtet. Quer durch Europa und über diesen Kontinent hinaus liefern über 900.000 Geldautomaten das nötige Bargeld. Tipp Vorsicht an Geldautomaten in Italien und Polen! Einige Geldautomatenbetreiber in Italien und Polen haben an ihren Geräten eine 'Spendenfunktion' eingeführt. Nach Einstecken der Karte erscheint auf dem Display des Geldautomaten eine Anzeige in der Landessprache oder auch in Englisch. Der Nutzer wird gefragt, ob er zugunsten einer Hilfsorganisation spenden möchte. Bei der Auswahl 'Ja' wird um die Eingabe eines Betrags gebeten. Nach Eingabe der PIN wird die Transaktion abgeschlossen und der Kunde erhält statt Bargeld eine Spendenquittung. Tipp: Fragen, die man nicht versteht, sollte man auf keinen Fall bestätigen. Stattdessen: Vorgang abbrechen! Neben der großen Akzeptanz besticht die Maestro-Karte durch ihre Sicherheit. Neben Reisescheck und Kreditkarte gilt sie als ein sehr sicheres Zahlungsmittel: Sie ist nur in Verbindung mit der persönlichen Geheimnummer (PIN) gültig. Eine Sperre bei Verlust oder Diebstahl ist jederzeit bei der Hausbank möglich. Doch trotz aller Vorteile gilt auch für die Maestro-Karte: Man sollte sich nie auf ein Zahlungsmittel allein verlassen. Beschädigungen der Karte, Diebstahl oder Verlust führen schnell dazu, dass man sonst ohne einen Cent Geld da steht. Tipp In den Urlaubsregionen Nordafrikas wie Tunesien oder Marokko und in Ländern des ehemaligen Ostblocks können technische Probleme das Bezahlen oder Geldabheben mit der Maestro-Karte zeitweise erschweren. Deshalb neben der Maestro-Karte auch Euro-Reiseschecks mitnehmen. 3. Weltweit akzeptiert - Kreditkarten Kreditkarten sind die weltweiten Reisebegleiter. So kann der Urlauber zum Beispiel rund um den Globus bei mehr als 24 Millionen Akzeptanzstellen mit seiner VISA- oder MasterCard bezahlen. Legt er im Euroland beim Einkauf die Kreditkarte auf den Tisch, zahlt er nur den Verkaufspreis. Ein zusätzliches Entgelt für den Einsatz der Karte fällt nicht mehr an. Zudem schont der Urlauber durch das Bezahlen per Kreditkarte seine Bargeldreserven. Viele Kreditkarten bieten dem Kunden außerdem einen Zinsvorteil: Der Betrag wird oft erst bis zu vier Wochen später vom Konto abgebucht. Auch unter Sicherheitsaspekten sind Kreditkarten ein empfehlenswertes Zahlungsmittel: Wird die Plastikkarte gestohlen, ist bei der Bank eine sofortige Sperre möglich, die den Missbrauch der Kreditkarte verhindert. Nach Meldung des Verlustes haftet der Urlauber überhaupt nicht mehr für einen eventuellen Schaden. Für den Zeitraum zwischen Verlust und Meldung steht er bei der Postbank höchstens bis zu einem Betrag von maximal 50 Euro gerade. Auf Wunsch liefert die Postbank sogar innerhalb von 24 Stunden eine Ersatzkarte ins Ausland. 4. Reise-Schecks: Mit Sicherheit immer flüssig Das große Plus der Reiseschecks, auch Traveler-Cheques genannt, ist ihre Sicherheit. Bei Diebstahl oder Verlust erhalten Urlauber innerhalb von 24 Stunden kostenlos Ersatz. Erstattet wird der volle Betrag, ohne dass zusätzliche Entgelte anfallen. Beim Kauf von Reiseschecks berechnen Banken in der Regel eine Gebühr von einem Prozent des Kaufpreises. Postbank Girokunden können Traveler-Cheques inklusive Lieferung gegen ein Entgelt von 6,50 Euro pro Währung per Telefon oder Online-Banking bestellen. Am besten kauft man Reiseschecks in der Währung des Reiselandes. In den USA werden Reiseschecks wie Bargeld akzeptiert. Für das Einlösen fällt kein zusätzliches Entgelt an. 5. Travelers Cheque Card Neu im Programm hat die Postbank die American Express Travelers Cheque Card, den Reisescheck im Kartenformat. Diese Prepaid-Karte wird in den Währungen Euro, US-Dollar oder Britisches Pfund angeboten und ist genauso sicher wie ein Reisescheck. Das Aufladen der Karte ist kostenlos und ganz einfach per Telefon oder Internet möglich. Im Rahmen des Guthabens können pro Tag am Geldautomaten bis zu 500 Euro Bargeld von der Karte abgehoben werden. Weltweit nehmen mehrere Millionen Geschäfte und Restaurants die Karte als Zahlungsmittel an. Zudem ist sie sicherer als Bargeld: Bei Diebstahl oder Verlust wird das Guthaben auf der Karte innerhalb von 24 Stunden ersetzt. Die Karte ist drei Jahre gültig und kostet 20 Euro. Tipp Noch bis zum 31. August 2006 gibt es Urlaubsgeld extra! Kunden, die sich für die Travelers Cheque Card entscheiden und mindestens 300 Euro aufladen, erhalten von American Express zusätzlich 20 Euro oben drauf. Ab einem Ladebetrag von 500 Euro erhält der Urlauber sogar 50 Euro Bonus. Darüber hinaus entfällt ab diesen Summen das Ausgabeentgelt von 20 Euro. 6. SparCard: Preiswert und praktisch Preisbewusste sollten ihren Urlaub nicht ohne eine Postbank SparCard antreten. Finanztest (Ausgabe 5/2006) lobt das Sparbuch im Scheckkarten-Format als günstige Variante, um im Urlaub an Bargeld zu kommen. Weltweit stehen rund 900.000 VISA-Plus-Geldautomaten zur Verfügung, an denen der Urlauber rund um die Uhr Geld von seinem Sparguthaben abheben kann. Gleichzeitig wird die Spareinlage verzinst. Dabei garantiert die persönliche Geheimzahl (PIN) noch einmal besonders die Sicherheit. Bargeldloses Bezahlen ist mit der SparCard nicht möglich. Im Ausland sind vier Auszahlungen am Geldautomaten im Jahr entgeltfrei, danach fallen pro Abhebung 5,50 Euro an. Grundsätzlich gilt: Bis zu 2.000 Euro pro Kalendermonat können Kunden vom Ersparten abheben. Wie viel Geld der Urlauber pro Verfügung im Ausland erhält, hängt vom Betreiber der Geldautomaten ab. Die Höhe kann von Land zu Land stark variieren. Tipp Die Postbank bietet auf ihrer Homepage www.postbank.de unter der Rubrik Privatkunden/online-services einen Link zum Geldautomatenfinder von VISA an. Auf dieser englischsprachigen Seite kann der Urlauber den Standort des nächstgelegenen VISA-Geldautomaten in seinem Wunschland ermitteln. 7. Für den Notfall: Bargeld-Transfer Ein unbedachter Moment - und schon ist es passiert. Ein Dieb hat zugegriffen. Wenn ein Reisender trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch mal 'blank' dasteht, muss der Urlaub deshalb nicht zu Ende sein. Mit Hilfe des 'Minuten-Service' ist ein Geldtransfer zu 220.000 Auszahlungsstellen in 195 Urlaubsländern weltweit innerhalb kürzester Zeit möglich. Das Geld wird in Deutschland bar in einer Filiale der Deutschen Post ein- und im Ausland bar ausgezahlt. Nimmt der Kunde am Postbank Telefon-Banking teil, sind auch Abbuchungen von Postbank Girokonten möglich. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich in Landeswährung, vereinzelt auch in US-Dollar. Abfordern kann man den Betrag im Urlaubsland bereits 30 Minuten nach der Einzahlung. In Deutschland bieten alle großen Filialen der Deutschen Post den Minuten-Service an. Tipp Kunden, die das Postbank Telefon-Banking nutzen, können auch Geld vom eigenen Konto bar ins Urlaubsland transferieren lassen. Jeder Urlaub geht auch mal zu Ende Reisende, die sich außerhalb des Eurolandes befinden, sollten bei ihrer Rückreise nach Deutschland folgendes beachten: Einige Kreditinstitute in Deutschland nehmen ausländische Sorten nicht mehr an oder tauschen nur an eigene Kunden gegen Entgelt um. Die Postbank hat die Annahme von Sorten bereits Ende der 90er Jahre eingestellt. Tipp Vor der Reise erkundigen, ob die Hausbank Fremdwährung wieder umtauscht oder gutschreibt. Ist dies nicht der Fall, sollte man bestenfalls Restgeld noch im Reiseland ausgeben. Wer dennoch ausländische Münzen oder Scheine mit nach Hause bringt, kann diese zum Beispiel gemeinnützigen Organisationen spenden. Auch die Reisebanken an Flughäfen, Bahnhöfen oder Grenzübergängen kaufen Sorten zum Schalterkurs plus zusätzlicher Gebühr an. Doch Vorsicht: In einigen Ländern, zum Beispiel Tunesien, ist die Ausfuhr der Landeswährung nach Deutschland gänzlich verboten! Pressekontakt: Iris Laduch |
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